Seborrhoische Dermatitis
Die seborrhoische Dermatitis ist eine chronisch-rezidivierende, entzündliche Hauterkrankung mit hoher Prävalenz. Sie betrifft vor allem talgdrüsenreiche Hautareale. Aufgrund ihres häufigen Auftretens und der oft chronischen Verlaufsform ist sie für die hausärztliche Praxis von besonderer Relevanz.
Die Diagnose erfolgt in der Regel klinisch anhand des charakteristischen Erscheinungsbildes mit geröteter, häufig juckender Kopfhaut und fettiger Schuppung. Eine weiterführende Diagnostik ist meist nicht erforderlich, kann jedoch bei therapieresistenten Verläufen oder atypischer Präsentation sinnvoll sein, um Differenzialdiagnosen auszuschliessen.
Typische Lokalisationen sind die Kopfhaut, das Gesicht (nasolabiale Falten, Augenbrauen), retroaurikuläre Areale sowie die vordere und hintere Schweissrinne, aber auch der Genitalbereich. Warnzeichen sind generalisierte oder schwer entzündliche Verläufe, die eine systemische Therapie erfordern können.
Therapeutisch kommen topische Antimykotika, milde Kortikosteroide und Calcineurininhibitoren zum Einsatz. Eine gute Hautpflege und regelmässige Kontrolle sind entscheidend zur Rezidivprophylaxe.
Durch konsequente Therapie und Aufklärung kann die Krankheitslast erheblich reduziert werden. Eine strukturierte Betreuung unterstützt eine langfristige Kontrolle der Erkrankung.