Scabies

Scabies (Krätze)Scabies, umgangssprachlich Krätze, ist eine ansteckende Hauterkrankung, die durch die Krätzmilbe (Sarcoptes scabiei var. hominis) verursacht wird. Die Milben graben winzige Gänge in die oberste Hautschicht, legen dort Eier ab und rufen eine ausgeprägte allergische Reaktion hervor. Typische Symptome sind starker Juckreiz – besonders nachts –, feine, gerötete Gänge oder Knötchen, häufig in Fingerzwischenräumen, an Handgelenken, Achseln, Genitalregion oder am Bauch. Die Übertragung erfolgt überwiegend durch engen Hautkontakt, selten über Kleidung oder Bettwäsche.

Die Behandlung zielt darauf ab, alle Milben und Eier zuverlässig abzutöten und eine erneute Ansteckung zu verhindern. Meist werden mehrere Massnahmen kombiniert:

Topische Behandlung mit Akariziden: Cremen oder Lotionen mit Wirkstoffen wie Permethrin oder Benzylbenzoat werden auf den gesamten Körper aufgetragen, meist über mehrere Stunden oder über Nacht, und nach ärztlicher Anweisung wiederholt. Systemische Therapie: Bei ausgedehnten Befällen oder wenn eine äusserliche Anwendung schwierig ist, kann eine orale Gabe von Ivermectin verordnet werden.

Hygienemassnahmen: Kleidung, Handtücher und Bettwäsche sollten nach der Behandlung bei mindestens 60 °C gewaschen oder alternativ für mindestens drei Tage in gut verschlossenen Plastiksäcken aufbewahrt werden, um Milben abzutöten. Behandlung von Kontaktpersonen: Enge Haushalts- oder Sexualkontakte sollten gleichzeitig mitbehandelt werden, auch wenn noch keine Symptome bestehen, um erneute Infektionen zu vermeiden.

Scabies lässt sich durch konsequente Therapie und gründliche Nachsorge in der Regel vollständig heilen. Ärztliche Kontrolle nach einigen Wochen stellt sicher, dass keine lebenden Milben verbleiben und mögliche Hautirritationen abklingen.