Melanom (schwarzer Hautkrebs)

Das Melanom, auch schwarzer Hautkrebs genannt, ist eine potenziell aggressive Krebsart, die sich aus den pigmentbildenden Zellen der Haut (Melanozyten) entwickelt und manchmal schnell wachsen sowie metastasieren kann. Dieser Hautkrebs zählt zu einer der gefährlichsten Formen von Hautkrebs.

Obwohl er meist auf sonnenexponierter Haut entsteht, kann er auch an Handflächen, Fusssohlen oder unter den Nägeln auftreten. Eine frühzeitige Erkennung ist entscheidend für die Heilung, wobei die neuesten Behandlungsmethoden auch im fortgeschrittenen Stadium die Krankheit manchmal heilbar machen können.

Die Erkrankungsrate des Melanoms hat sich seit den 1980er Jahren mehr als verdreifacht. Grund dafür ist vor allem der massive Anstieg der menschlichen Exposition gegenüber ultravioletter Strahlung (UVR), mit übermässiger Sonnenexposition (einschliesslich Sonnenbränden, vermehrter Bräunung in der Freizeit, Solarium-Nutzung, usw.). Zurzeit gibt es mehr als 30 neue Fälle pro 100.000 Personen pro Jahr in der Schweiz.

Ein Melanom wird in der Regel von einer Ärztin oder einem Arzt – meist einer Hautärztin bzw. einem Hautarzt – entdeckt. Patienten erkennen Melanome jedoch häufig auch selbst, weil sie sichtbare Veränderungen an Muttermalen bemerken oder neue, verdächtige Flecken sehen. Eine regelmässige Hautkontrolle und das Achten auf Symptome wie Juckreiz, Blutungen oder das Vorhandensein eines Muttermals, das sich deutlich von den anderen unterscheidet, sind wichtig für die Früherkennung. Dennoch ist immer ein Arztbesuch zur genauen Diagnose notwendig, da viele Melanome früh erkannt und gut behandelt werden können.

Um sicher zu gehen, werden verdächtige Hautveränderungen zunächst mit der Dermatoskopie beurteilt (eine spezielle Lupe, die Muster und Strukturen der Hautveränderungen besser sichtbar macht). Nur eine Biopsie und die pathologische Untersuchung im Labor können eine endgültige Diagnose stellen.

Wenn ein Melanom festgestellt wird, muss es so schnell wie möglich vollständig entfernt werden. Wie genau die Behandlung aussieht, hängt davon ab, wie tief der Tumor in die Haut eingewachsen ist.

Nach der ersten Entfernung wird meistens noch ein Sicherheitsabstand operativ entfernt. Das bedeutet: Man entfernt zusätzlich zur ursprünglichen Wunde noch einen kleinen Bereich gesunder Haut rundherum. Damit soll sichergestellt werden, dass keine Krebszellen im Körper zurückbleiben.

  • Bei sehr frühen Formen (z. B. “Melanoma in situ”, also einer Vorstufe des Melanoms) reicht es aus, nur diesen Sicherheitsabstand nachzuschneiden (Nachexzision).
  • Bei dickeren Tumoren kann es notwendig sein, zusätzlich weitere Untersuchungen durchzuführen, um festzustellen, ob sich der Krebs schon im Körper ausgebreitet hat.

Diese sogenannten Staging-Untersuchungen helfen dabei, den genauen Krankheitsverlauf und die Ausbreitung des Tumors zu erkennen. Dazu gehört zum Beispiel eine CT-Untersuchung (Computertomografie). Dabei werden mithilfe von Röntgenstrahlen und einem Computer sehr genaue Bilder vom Inneren des Körpers gemacht – insbesondere von Organen und Lymphknoten.

Wenn das Melanom schon fortgeschritten ist oder Metastasen vorliegen, gibt es heute moderne medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel:

  • Immuntherapie: Diese stärkt das körpereigene Abwehrsystem im Kampf gegen die Krebszellen.
  • Gezielte Therapien: Diese Medikamente wirken speziell auf bestimmte Eigenschaften der Tumorzellen.


Diese Therapien haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert und können die Lebenserwartung und Lebensqualität der Betroffenen erheblich steigern.

Nach der Behandlung sind regelmässige Nachkontrollen beim Hautarzt sehr wichtig. Denn:

  • Es können sich erneut Melanome bilden (Zweitmelanome).
  • Oder es können Metastasen entstehen, die anfangs keine Beschwerden verursachen.


Ihre Ärztin oder Ihr Arzt legt individuell fest, wie oft die Kontrollen stattfinden und ob weitere Untersuchungen (wie Ultraschall, Röntgen oder Blutuntersuchungen) notwendig sind.