Impetigo
Impetigo ist eine häufige und hoch ansteckende Hautinfektion, die vor allem Säuglinge und Kleinkinder betrifft. Die Ursache für Impetigo sind Bakterien, meist Staphylokokken, die durch leichte Abschürfungen in die Haut gelangen. Daher ist atopische Dermatitis eine häufig assoziierte Hauterkrankung.
Sie könnten den Bakterien ausgesetzt sein, die Impetigo verursachen, wenn Sie mit den Wunden einer infizierten Person oder mit Gegenständen in Kontakt kommen, die sie berührt hat – wie Kleidung, Bettwäsche, Handtücher und sogar Spielzeug.
Das Hauptsymptom von Impetigo sind rötliche Wunden, oft um Nase und Mund. Die Wunden platzen schnell auf, nässen einige Tage lang und bilden dann eine honigfarbene Kruste. Wunden können sich durch Berührung, Kleidung und Handtücher auf andere Körperbereiche ausbreiten. Juckreiz und Schmerzen sind im Allgemeinen mild. Eine weniger häufige Form der Erkrankung, die sogenannte bullöse Impetigo, führt bei Säuglingen und Kleinkindern zu grösseren Blasen am Rumpf. Wenn die Erkrankung tiefer in die Haut eindringt, spricht man von einem Ekthym und wird von manchen als ernstere Form der Impetigo angesehen, die schmerzhafte, mit Flüssigkeit oder Eiter gefüllte Wunden verursacht.
Um Impetigo zu diagnostizieren, sucht der Arzt möglicherweise nach Wunden im Gesicht oder Körper und bestätigt die Diagnose. Für die Dermatologen reichen für die Erstdiagnose das typische klinische Erscheinungsbild der Läsionen (honigfarbene Kruste) und die Lokalisation aus.
Impetigo wird mit einer verschreibungspflichtigen antibiotischen Mupirocin-Salbe oder -Creme behandelt, die zwei- bis dreimal täglich fünf bis zehn Tage lang direkt auf die Wunden aufgetragen wird. Bevor Sie das Arzneimittel auftragen, weichen Sie die betroffene Stelle einige Minuten lang in warmem Wasser ein oder legen Sie eine feuchte Tuchkompresse auf. Anschließend trocken tupfen und eventuelle Krusten vorsichtig entfernen, damit das Antibiotikum in die Haut eindringen kann.
Legen Sie einen nicht klebenden Verband über den Bereich, um zu verhindern, dass sich die Wunden ausbreiten. Wenn die Läsionen mit diesem einfachen Ansatz nicht verschwinden, kann es erforderlich sein, die Läsionen mit einem Tupfer zu beproben, um den zugehörigen Bakterienstamm zu isolieren und ihn auf Antibiotikaresistenz zu testen. Anschließend wird das geeignete Antibiotikum ausgewählt.