Erythroplasie de Queyrat

Die Erythroplasie de Queyrat ist eine seltene, aber ernstzunehmende Hautveränderung im Intimbereich – meist an der Eichel oder inneren Vorhaut. Es handelt sich um eine Frühform eines Plattenepithelkarzinoms (in-situ-Karzinom), also um eine oberflächliche Form von Hautkrebs, die unbehandelt invasiv werden kann.

Diese Erkrankung betrifft vor allem nicht beschnittene Männer im mittleren bis höheren Alter. Typisch ist ein schmerzloser, scharf begrenzter, samtig-roter oder rötlich glänzender Herd an der Eichel oder inneren Vorhaut. Die Hautveränderung kann leicht nässen oder schuppen, heilt jedoch nicht spontan ab. Aufgrund der sensiblen Lokalisation werden Symptome häufig spät oder aus Scham nicht ärztlich abgeklärt. Da es sich um ein sogenanntes Carcinoma in situ handelt, ist der Tumor auf die oberste Hautschicht begrenzt, kann jedoch ohne Therapie in ein invasives spinozelluläres Karzinom übergehen.

Nicht heilende Rötungen, Juckreiz, Brennen, punktuelle Blutungen oder Krustenbildung an der Eichel – insbesondere, wenn diese länger als 2–3 Wochen bestehen.

(Exzision, Laser), lokal (z. B. Imiquimod-Creme) oder mittels photodynamischer Therapie erfolgen. In bestimmten Fällen kann auch eine Zirkumzision (Beschneidung) Teil der Behandlung sein.

Durch frühzeitige Diagnose lässt sich in den meisten Fällen eine vollständige Heilung erreichen – bevor eine invasive Krebserkrankung entsteht. Moderne, gewebeschonende Therapien erhalten die Funktion und Ästhetik im sensiblen Intimbereich.

Bei unklaren oder nicht heilenden Hautveränderungen im Genitalbereich bieten wir eine diskrete, spezialisierte Abklärung und individuelle Therapie – gerne auch nach Überweisung.