Erythrasma

Erythrasma ist eine häufige Hauterkrankung, die die Hautfalten unter den Armen, in der Leiste und zwischen den Zehen betrifft. Die für Erythrasma verantwortlichen Bakterien sind grampositive, nicht sporenbildende, aerobe oder fakultative Bazillen namens Corynebacterium minutissimum.

Erythrasma kann mit anderen Ursachen von Intertrigo (Infektion der Hautfalten) koexistieren oder mit diesen verwechselt werden, einschliesslich Pilzinfektionen wie Tinea (Infektion durch Dermatophyten) oder Candida albicans (Soor).

Erythrasma präsentiert sich als klar definierte rosa oder braune Flecken mit feiner Schuppung und oberflächlichen Rissen. Es kann zu leichtem Juckreiz kommen. Die häufigsten Stellen für Erythrasma sind Achselhöhlen, Leistengegend und zwischen den Zehen. Auch die intergluteale Falte, die submammäre und die periumbilikale Haut können betroffen sein. Weit verbreitete Infektionen gehen am häufigsten mit Diabetes mellitus einher. Erythrasma wird je nach Lokalisation in drei Typen eingeteilt. Interdigitales Erythrasma: zwischen dem 3., 4. und 5. Zehenzwischenraum. Intertriginöses Erythrasma: in den Achselhöhlen, in der Leiste, unter den Brüsten und im Nabel. Generalisiertes/disziformes Erythrasma: am Rumpf

Erythrasma hat ein typisches klinisches Erscheinungsbild. Die Diagnose kann durch die folgenden Untersuchungen gestützt werden. Hautuntersuchung mit einer Holzlampe: Eine spezielle Lampe mit langwelliger ultravioletter Strahlung (violettes Licht) lässt Erythrasma durch das von den Bakterien freigesetzte Coproporphyrin III korallenrosa fluoreszieren. Die Fluoreszenz ist nicht zu sehen, wenn die Haut kürzlich gewaschen wurde, da das verantwortliche Porphyrin wasserlöslich ist.

Abstrich oder Hautgeschabsel:

Eine Mikroskopie mit Periodsäure-Schiff, Methenaminsilber oder einer Gram-Färbung kann grampositive filamentöse Stäbchen zeigen. Methylenblau färbt auch C. minutissimum.

Erythrasma kann mit antiseptischen oder topischen Antibiotika behandelt werden, wie Fusidinsäure-Crème, Clindamycin-Lösung, Whitfield-Salbe (3 % Salicylsäure, 6 % Benzoesäure in Vaseline). Eine ausgedehnte Infektion kann mit oralen Antibiotika, einschließlich Erythromycin oder Tetracyclin, behandelt werden und reagiert in der Regel sofort. Nach der Behandlung ist es wichtig, den Bereich trocken zu halten, damit die Infektion nicht erneut auftritt.