Onychomykose
Onychomykose (Nagelpilzinfektion)Die Onychomykose ist eine Pilzinfektion der Nägel. Sie tritt häufig auf und betrifft besonders Menschen, die regelmässig Sportarten wie Tennis oder Fussball betreiben, ältere Personen, Diabetiker sowie immunsupprimierte Patienten.
Eine Nagelpilzinfektion beginnt meist als weisslicher oder gelblich-brauner Fleck unter der Nagelspitze von Finger- oder Zehennägeln. Mit zunehmender Ausbreitung kann sich der Nagel verfärben, verdicken und an den Rändern brüchig werden. Häufig sind mehrere Nägel betroffen. Etwa die Hälfte aller krankhaft veränderten Fussnägel wird durch Pilze verursacht. Man schätzt, dass 1–8 % der Bevölkerung an einer Onychomykose leiden. Zu den Risikofaktoren zählen höheres Alter, Diabetes mellitus, Tinea pedis (Fusspilz), Psoriasis, Immundefizienzen sowie das Zusammenleben mit infizierten Familienmitgliedern. Insgesamt ist Nagelpilz für etwa 50 % aller Nagelerkrankungen verantwortlich.
Für die Diagnose ist die Entnahme einer Nagelprobe erforderlich. In der Regel wird ein betroffener Nagelanteil abgetragen und zur mikrobiologischen Untersuchung eingesendet. Diese umfasst mikroskopische Untersuchungen, Pilzkulturen sowie DNA-Nachweise von Pilzerregern. Die Identifizierung des genauen Erregers ist entscheidend, da sowohl die Therapiedauer als auch die Wahl des Medikaments je nach Pilzart variieren können.
Die Behandlung einer Onychomykose ist oft langwierig. Häufig ist eine systemische Therapie mit oralen Antimykotika erforderlich. Die Behandlungsdauer beträgt in der Regel 3 bis 6 Monate. Trotz erfolgreicher Therapie besteht ein erhöhtes Risiko für Rückfälle (Rezidive). Insbesondere bei Risikopatienten wie Diabetikern oder immunsupprimierten Personen ist eine konsequente Behandlung jedoch unbedingt notwendig.