Exantheme, speziell die Pityriasis rosea (Röschenflechte)
Exantheme sind akut oder subakut auftretende, meist generalisierte Hautveränderungen, die mit systemischen Beschwerden wie Fieber, Abgeschlagenheit oder Schwellung der Lymphknoten einhergehen können. Als Ursache kommen virale oder bakterielle Infektionen, Nahrungsmittel oder auch Medikamente in Betracht. Exantheme können sämtliche Effloreszenzen (z.B. urtikariell, bullös, makulös, papulös, pustulös) umfassen. Zu den häufigen virusassoziierten Exanthemen gehört die Pityriasis rosea.
Die Pityriasis rosea betrifft vorwiegend junge Erwachsene und Jugendliche. Typisch ist primär das Auftreten einer einzelnen, ovalen, leicht schuppenden Rötung – ¬ meist am Stamm. Anschliessend folgen exanthematisch multiple, gleichartige, jedoch eher kleinere Effloreszenzen am Körper entlang der Hautspaltlinien. Das Gesicht und die distalen Extremitäten sind im Allgemeinen ausgespart. Die Hautveränderungen sind meist symptomlos, können aber auch mit Juckreiz einhergehen. Systemische Beschwerden bestehen selten.
Die Diagnose wird in der Regel anhand des typischen klinischen Erscheinungsbildes und Verlaufes gestellt. Eine Hautbiopsie ist nur bei unklarem/untypischem Befund zum Ausschluss weiterer Dermatosen (z.B. Psoriasis vulgaris, Pilzinfektionen oder bakteriellen Infektionen wie der Syphilis) notwendig.
Die Pityriasis rosea ist selbstlimitierend und heilt meist innerhalb von 6-8 Wochen ohne eine spezifische Therapie narbenfrei ab. Irritationen sollten aber vermieden werden. Bei starkem Juckreiz können Cortisoncremes oder Antihistaminika angewendet werden. Es besteht ein gutartiger Verlauf ohne eine Ansteckungsgefahr für Kontaktpersonen.
Insgesamt handelt es sich bei der Pityriasis rosea um eine harmlose, aber mitunter kosmetisch störende und manchmal juckende Hauterkrankung mit guter Prognose.