Syphilis/Lues

Syphilis (Lues)Syphilis – auch Lues genannt – ist eine durch das Bakterium Treponema pallidum verursachte, sexuell übertragbare Infektion. Unbehandelt verläuft die Erkrankung in mehreren Stadien: Unbehandelt verläuft die Erkrankung in mehreren Stadien: Primärstadium: Nach einer Inkubationszeit von durchschnittlich drei Wochen bildet sich an der Eintrittsstelle (z. B. Genitalregion, Mund oder After) ein schmerzloses Geschwür, oft begleitet von schmerzlosen Lymphknotenschwellungen. Sekundärstadium: Wochen bis Monate später können Hautausschläge, Schleimhautveränderungen, Fieber und Allgemeinsymptome auftreten. Latentes und tertiäres Stadium: Bleibt die Infektion unbehandelt, kann sie nach Jahren Organe wie Herz, Gehirn, Nerven oder Augen schädigen. Frühe Diagnose und Therapie sind entscheidend, um Spätfolgen zu vermeiden.

Die Behandlung richtet sich nach dem Krankheitsstadium und eventuellen Begleiterkrankungen. Standard ist eine antibiotische Therapie: Penicillin-G-InjektionenIn der Regel wird ein Depot-Penicillin intramuskulär verabreicht. Je nach Stadium erfolgt eine einmalige Gabe oder eine Behandlung über mehrere Wochen. Alternative Antibiotika: Bei nachgewiesener Penicillinallergie kommen andere Wirkstoffe wie Doxycyclin oder Ceftriaxon infrage. Auswahl und Dauer bestimmt die Ärztin oder der Arzt. Kontrolluntersuchungen: Nach Abschluss der Behandlung sind regelmässige Blutkontrollen (Serologien) wichtig, um den Therapieerfolg zu dokumentieren und mögliche Rückfälle frühzeitig zu erkennen. Partnerbehandlung und Prävention: Sexuelle Partnerinnen und Partner sollten mituntersucht und gegebenenfalls mitbehandelt werden, um eine erneute Ansteckung zu verhindern. Kondomnutzung und eine frühzeitige Abklärung bei verdächtigen Symptomen senken das Risiko einer Übertragung.

Syphilis ist gut heilbar, wenn sie früh erkannt und korrekt behandelt wird. Eine persönliche Beratung ermöglicht die Auswahl der passenden Therapie und die Planung der notwendigen Nachsorge.