Genitale Kondylome (Feigwarzen)

Genitale Kondylome, auch Feigwarzen genannt, sind gutartige, aber ansteckende Haut- und Schleimhautveränderungen, die durch bestimmte Typen des humanen Papillomavirus (HPV) verursacht werden. Sie erscheinen häufig im Bereich der äußeren Geschlechtsorgane, am After oder in der Leistengegend. Die Hautveränderungen können einzeln oder in Gruppen auftreten und wirken blumenkohlartig oder flach. Bei Frauen treten die Warzen vor allem um den Scheideneingang auf, bei Männern besonders zwischen Eichel und Penisschaft sowie im Bereich der Peniswurzel. Eine Ansteckung erfolgt in der Regel durch direkten Haut- oder Schleimhautkontakt, meist beim Geschlechtsverkehr. Die Inkubationszeit ist sehr unterschiedlich. Wer Feigwarzen bemerkt, kann sich also schon vor längerer Zeit (bis Jahre) infiziert haben. Viele Infektionen verlaufen symptomlos, doch sichtbare Kondylome können sich ohne Behandlung ausbreiten oder wiederkehren.

Die Wahl der Behandlung richtet sich nach Grösse, Zahl und Lokalisation der Warzen sowie nach individuellen Faktoren. Oft werden mehrere Verfahren kombiniert, um Rückfälle zu vermeiden:

Shave-Abtragung: Sichtbare Läsionen werden unter lokaler Betäubung vorsichtig abgetragen, um virusbelastetes Gewebe zu entfernen. Lasertherapie: Mit einem CO₂- oder Blue-Laser können Condylome präzise verdampft werden. Diese Methode eignet sich besonders für ausgedehnte oder schwer zugängliche Befunde. Lokaltherapie mit Wirkstoffen: Präparate mit immunstimulierenden oder gewebszerstörenden Substanzen (z. B. Imiquimod, Podophyllotoxin oder Trichloressigsäure) werden mehrmals pro Woche auf die betroffenen Stellen aufgetragen. Kryotherapie (Vereisung): Flüssiger Stickstoff zerstört die infizierten Zellen durch Kälte. Mehrere Sitzungen können notwendig sein. Chirurgische Exzision: Bei sehr grossen oder therapieresistenten Condylomen kann eine operative Entfernung sinnvoll sein.

Keine Methode bietet einen hundertprozentigen Schutz vor Rückfällen, da das Virus in der Haut verbleiben kann. Durch regelmässige Kontrollen und, falls angezeigt, eine HPV-Impfung lässt sich das Rückfallrisiko senken. Wir beraten Sie individuell, welche Therapie oder Kombination für Ihre Situation am besten geeignet ist.