Abstehende Ohren

Abstehende Ohren sind eine weit verbreitete Fehlbildung, bei der die Ohren stärker vom Kopf abstehen als normal. Diese Erscheinung ist häufig genetisch bedingt und fällt oft schon bei der Geburt auf. Viele Betroffene, besonders Kinder, fühlen sich durch abstehende Ohren unsicher oder werden gehänselt, was das Selbstbewusstsein negativ beeinflussen kann. Die gängigste und wirkungsvollste Behandlung ist die operative Korrektur, die sogenannte Ohranlegeplastik, bei der die Ohren näher an den Kopf gebracht werden.

Abstehende Ohren, auch Segelohren genannt, sind durch einen zu grossen Abstand zwischen Ohr und Kopf gekennzeichnet. Diese Formabweichung entsteht entweder durch eine unzureichende Ausbildung der Ohrmuschel oder durch eine übermässige Bildung des Ohrknorpels.

Abstehende Ohren können vor allem das Selbstbewusstsein beeinträchtigen, insbesondere bei Kindern, die deswegen oft Hänseleien ausgesetzt sind. Auch Erwachsene fühlen sich manchmal unwohl und versuchen, die Ohren mit längeren Haaren oder Hüten zu verbergen.

Abstehende Ohren können unterschiedlich stark ausgeprägt sein, abhängig von der individuellen Ohrform. Bei manchen ist die Ohrmuschel besonders gross, während bei anderen der Winkel, in dem das Ohr vom Kopf absteht, auffällig ist. Häufige Varianten sind eine unvollständig entwickelte Antihelix-Falte und eine vergrösserte Concha (Ohrmuschel).

Die Unterschiede liegen vor allem in der Form des Ohrknorpels und der Ohrmuschel. Eine schwach ausgeprägte Antihelix-Falte sorgt dafür, dass vor allem der obere Teil des Ohrs absteht, während eine vergrösserte Concha das gesamte Ohr vom Kopf abdrückt.

Das auffälligste Merkmal sind deutlich abstehende Ohren, die oft mehr als zwei Zentimeter Abstand zum Kopf haben. Körperliche Beschwerden treten in der Regel nicht auf, wohl aber psychische Belastungen, da die Betroffenen ihr Aussehen bewusst wahrnehmen und sich häufig unwohl fühlen.

Die häufigste Behandlung ist die operative Ohrenkorrektur, auch Otoplastik genannt. Dabei wird der Ohrknorpel geformt, und die Ohren werden näher an den Kopf gelegt. Der Eingriff erfolgt meistens ambulant und unter lokaler Betäubung, kann aber auch mit Sedierung oder Vollnarkose durchgeführt werden.

Nach der Operation ist das Tragen eines speziellen Stirnbands für einige Wochen notwendig, um die neue Position der Ohren zu stabilisieren. Nicht-chirurgische Methoden wie Pflaster oder Schienen sind meist nur im frühen Kindesalter wirksam und bieten selten eine dauerhafte Lösung.