Kutanes Lymphom

Ein kutanes Lymphom ist eine Krebsart, bei der sich entartete Lymphozyten (weisse Blutkörperchen des Immunsystems) primär in der Haut vermehren. Dies führt zu Flecken, verdickter Haut, Knötchen oder Tumoren. Kutane Lymphome beginnen oft schleichend und verlaufen in der Regel langsam. Die endgültige Diagnose basiert auf der Kombination aus Klinik sowie histologischen und molekulargenetischen Ergebnissen.

  1. T-Zell-Lymphome (ca. 75–80 %) – häufigste Form: Mycosis fungoides, aggressivere Form: Sézary-Syndrom
  2. B-Zell-Lymphome (ca. 20–25 %) – z. B. primär kutanes follikuläres Lymphom
  • Hautrötungen, Flecken oder Knoten

  • Juckreiz, Schuppen oder Ekzem-ähnliche Veränderungen

  • Später: Tumorbildung, verdickte Hautstellen

  • In schweren Fällen: Befall von Lymphknoten oder inneren Organen

  • Hautbiopsie (Gewebeprobe)
  • Blutuntersuchung
  • Bildgebung (CT, PET-Scan) bei Verdacht auf Ausbreitung
  • Lichttherapie (PUVA, UVB)
  • Kortisonhaltige Cremes
  • Strahlentherapie
  • Immuntherapie (z. B. Interferon, Retinoide) – Chemotherapie in fortgeschrittenen Fällen
  • Langsamer Verlauf bei vielen Formen
  • Gute Prognose bei frühzeitiger Diagnose
  • Regelmässige Kontrolle nötig, da Rückfälle häufig sind

Kutanes Lymphom = Lymphdrüsenkrebs der Haut, verursacht durch entartete Lymphozyten, zeigt sich durch juckende Hautveränderungen und wird meist mit Licht-, Immun- oder Strahlentherapie behandelt.