Muttermalkontrolle und Fotofinder

Die meisten Muttermale sind harmlos. Trotzdem kann sich in seltenen Fällen Hautkrebs – besonders ein Melanom – daraus entwickeln. Deshalb ist es wichtig, gewisse Muttermale regelmässig überprüfen zu lassen, besonders solche mit Risikofaktoren (viele Hautveränderungen, helle Haut, familiäre Vorbelastung), um Hautkrebs wie Melanome frühzeitig zu erkennen.

Das Fotofinder-System ist ein digitales Hautanalyse-System, das Dermatologen hilft, benigne von bösartigen Hautveränderungen besser zu unterscheiden und präziser zu diagnostizieren.

Die meisten Muttermale (auch „Leberflecken“ genannt) sind harmlos. Trotzdem kann sich in seltenen Fällen Hautkrebs – besonders ein Melanom – daraus entwickeln. Deshalb ist es wichtig, Muttermale regelmässig überprüfen zu lassen.

Für die meisten Menschen ohne besondere Risikofaktoren gilt:

Eine Kontrolle alle 1 bis 2 Jahre bei der Hautärztin oder dem Hautarzt ist sinnvoll.

Bei Veränderungen oder Unsicherheiten sollte man sofort einen Termin vereinbaren – nicht bis zur nächsten Routinekontrolle warten.

Manche Menschen haben ein erhöhtes Risiko für Melanome und brauchen deshalb engmaschigere Kontrollen, zum Beispiel einmal pro Jahr oder häufiger, je nach individueller Empfehlung.

  1. Viele Muttermale
    Menschen mit mehr als 40 bis 60 Leberflecken haben ein erhöhtes Risiko.
  2. Auffällige (atypische) Muttermale
    Wenn schon einmal unregelmässige oder ungewöhnlich geformte Muttermale festgestellt wurden.

  3. Familiäre Vorbelastung
    Wenn nahe Verwandte (Eltern, Geschwister) an schwarzem Hautkrebs erkrankt sind.

  4. Eigene Hautkrebsvorgeschichte
    Wer bereits weissen Hautkrebs hatte, hat ein höheres Risiko für Melanome.

  5. Genetische Veranlagung
    Bestimmte seltene Genveränderungen (z. B. CDKN2A-Mutation) erhöhen das Risiko deutlich.

  6. Starke Sonnenbrände in der Vergangenheit
    Besonders in Kindheit und Jugend.

  7. Solarium-Nutzung
    Künstliche UV-Strahlung steigert das Risiko.

  8. Organtransplantation
    Medikamente zur Immunsuppression erhöhen das Hautkrebsrisiko.

Bei Menschen mit erhöhtem Risiko kann eine digitale Überwachung der Muttermale sinnvoll sein – zum Beispiel mit dem System Fotofinder. Dabei werden alle Muttermale fotografiert und regelmässig mit neuen Bildern verglichen. So können Veränderungen früh erkannt werden.

Eine digitale Überwachung der Muttermale, zum Beispiel mit dem System Fotofinder®, kann helfen, Veränderungen früh zu erkennen. Das wird besonders empfohlen, wenn:

  • Sie mehr als 60 Muttermale haben.
  • Sie mehr als 40 Muttermale haben und schon einmal ein schwarzer Hautkrebs (Melanom) bei Ihnen festgestellt wurde.
  • Sie mehr als 40 Muttermale haben und von Natur aus rote Haare haben.
  • Sie mehr als 40 Muttermale haben und eine Organtransplantation hatten.
  • Es in Ihrer Familie gehäuft Fälle von schwarzem Hautkrebs gibt oder Ihre Hautärztin Ihnen sagt, dass bei Ihnen eine besondere Veranlagung für Hautkrebs besteht.